„Wir brauchen KPIs.“
Diesen Satz hört man im Einkauf immer wieder.
Doch genau hier beginnt oft das Problem.
Viele Unternehmen starten mit KPIs –
ohne ein klares Ziel dahinter.
Die Folge:
Es wird schnell ein Reporting aufgebaut.
→ ein paar Kennzahlen hier
→ ein paar Auswertungen da
Auf den ersten Blick wirkt das strukturiert.
Doch die entscheidende Frage bleibt unbeantwortet:
Was soll damit eigentlich gesteuert werden?
Denn KPIs sind kein Selbstzweck.
Sie sind nur dann sinnvoll, wenn sie konkrete Entscheidungen unterstützen.
In einer aktuellen Podcast-Folge sprechen Joshua Weißenberger und ich genau darüber – anhand eines Praxisbeispiels aus dem IT-Einkauf.
Ein zentraler Punkt dabei:
Man muss nicht auf perfekte Daten warten, um zu starten.
Auch mit einer unvollständigen Datenbasis lassen sich erste, sinnvolle KPIs aufbauen.
Zum Beispiel:
→ Durchlaufzeiten im Einkauf
→ Bearbeitungszeiten von Bestellungen
→ Anzahl und Struktur von Einmalbedarfen
→ Transparenz im Lizenzmanagement
Gerade Durchlaufzeiten werden oft unterschätzt.
Dabei zeigen sie sehr schnell:
→ wo Prozesse stocken
→ wo Abstimmungen unnötig Zeit kosten
→ wo operativer Aufwand entsteht
Ein weiterer wichtiger Hebel:
Das Lizenzmanagement.
Hier liegen in vielen Unternehmen erhebliche Einsparpotenziale –
die oft weder gemessen noch aktiv gesteuert werden.
Doch der wichtigste Punkt bleibt:
KPIs machen nur dann Sinn, wenn sie auf ein klares Ziel einzahlen.
Nicht die Kennzahl ist entscheidend.
Sondern die Frage:
Welche Entscheidung wird dadurch besser?
Denn am Ende geht es nicht um Zahlen.
Es geht um Steuerung.
Und um bessere Ergebnisse im Einkauf.
Podcast anhören: https://podcasts.apple.com/de/podcast/der-einkauf-supply-chain-podcast-f%C3%BCr-operative-exzellenz/id1734032454?i=1000763643572
