KPIs im Einkauf: Warum Zahlen oft nichts bringen

Kivanc Karakoc // April 27  

„Wir brauchen KPIs.“

Diesen Satz hört man im Einkauf immer wieder.

Doch genau hier beginnt oft das Problem.

Viele Unternehmen starten mit KPIs –
ohne ein klares Ziel dahinter.

Die Folge:

Es wird schnell ein Reporting aufgebaut.

→ ein paar Kennzahlen hier
→ ein paar Auswertungen da

Auf den ersten Blick wirkt das strukturiert.

Doch die entscheidende Frage bleibt unbeantwortet:

Was soll damit eigentlich gesteuert werden?

Denn KPIs sind kein Selbstzweck.

Sie sind nur dann sinnvoll, wenn sie konkrete Entscheidungen unterstützen.

In einer aktuellen Podcast-Folge sprechen Joshua Weißenberger und ich genau darüber – anhand eines Praxisbeispiels aus dem IT-Einkauf.

Ein zentraler Punkt dabei:

Man muss nicht auf perfekte Daten warten, um zu starten.

Auch mit einer unvollständigen Datenbasis lassen sich erste, sinnvolle KPIs aufbauen.

Zum Beispiel:

→ Durchlaufzeiten im Einkauf
→ Bearbeitungszeiten von Bestellungen
→ Anzahl und Struktur von Einmalbedarfen
→ Transparenz im Lizenzmanagement

Gerade Durchlaufzeiten werden oft unterschätzt.

Dabei zeigen sie sehr schnell:

→ wo Prozesse stocken
→ wo Abstimmungen unnötig Zeit kosten
→ wo operativer Aufwand entsteht

Ein weiterer wichtiger Hebel:

Das Lizenzmanagement.

Hier liegen in vielen Unternehmen erhebliche Einsparpotenziale –
die oft weder gemessen noch aktiv gesteuert werden.

Doch der wichtigste Punkt bleibt:

KPIs machen nur dann Sinn, wenn sie auf ein klares Ziel einzahlen.

Nicht die Kennzahl ist entscheidend.

Sondern die Frage:

Welche Entscheidung wird dadurch besser?

Denn am Ende geht es nicht um Zahlen.

Es geht um Steuerung.

Und um bessere Ergebnisse im Einkauf.


Podcast anhören: https://podcasts.apple.com/de/podcast/der-einkauf-supply-chain-podcast-f%C3%BCr-operative-exzellenz/id1734032454?i=1000763643572

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