Operativer Einkauf automatisieren | Mehr Zeit für Strategie

Kivanc Karakoc // April 8  

Ich war in den letzten Jahren in unzähligen Einkaufsorganisationen unterwegs.

Und oft zeigt sich innerhalb weniger Minuten, wie der Einkauf wirklich funktioniert.

Nicht an Kennzahlen.
Nicht an der Organisationsstruktur.
Nicht an Präsentationen.

Sondern an einer einfachen Frage:

Womit beschäftigt sich der Einkauf den ganzen Tag?

In vielen Unternehmen sieht der Alltag so aus:

→ Bestellungen anlegen
→ Auftragsbestätigungen prüfen
→ Liefertermine nachverfolgen
→ Rechnungsabweichungen klären
→ Rückfragen zwischen Fachbereich und Lieferant moderieren

Der Einkauf ist ständig beschäftigt.

Aber er schafft kaum strategischen Wert.

Eine leistungsstarke Einkaufsorganisation funktioniert anders.

Dort läuft der operative Einkauf zu über 95 % automatisiert.

→ Bestellungen werden automatisch ausgelöst
→ Auftragsbestätigungen automatisch geprüft
→ Liefertermine automatisch überwacht

Der operative Einkäufer greift nur noch ein, wenn etwas vom Standardprozess abweicht.

Dieses Prinzip nennt sich:

Management by Exception.

In der Praxis bedeutet das:

Von 5.000 Bestellungen laufen etwa 4.500 vollständig automatisiert durch.
Nur bei Abweichungen wird eingegriffen.

Zum Beispiel:

→ wenn eine Bestellung nicht ausgelöst wird
→ wenn eine Auftragsbestätigung nicht passt
→ wenn ein Liefertermin abweicht

Genau dadurch entsteht Zeit für das, worum es im Einkauf eigentlich geht:

→ Lieferantenstrategien entwickeln
→ Kostenstrukturen verstehen
→ Verhandlungen vorbereiten
→ Märkte analysieren
→ Innovationen mit Lieferanten vorantreiben

Zusätzliche Dynamik entsteht aktuell durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz.

Viele Aufgaben, die früher Stunden gedauert haben, lassen sich heute deutlich beschleunigen.

Zum Beispiel:

→ Preisbenchmarks erstellen
→ Marktinformationen analysieren
→ Lieferantendaten auswerten
→ Kostenstrukturen transparent machen

Der Einkäufer bleibt Entscheider.

Aber er startet mit deutlich besseren Informationen.

Am Ende lässt sich das auf einen einfachen Satz reduzieren:

Der perfekte Einkauf ist ein Einkauf ohne operativen Einkauf.

Operativ läuft automatisiert.
Strategisch arbeitet der Mensch.

Die entscheidende Frage ist daher:

Wie viel Zeit verbringt eure Einkaufsorganisation noch mit operativen Themen?

Sie wollen mehr zu dem Thema erfahren? Dann buchen Sie gerne einen Termin mit einem unserer Experten. Wir unterstützen Sie gern.

Mehr Blog Artikel