Operative Exzellenz im Einkauf – Januar | KKSC

Kivanc Karakoc // Februar 11  

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Januar ist kein Aufwärmmonat. Er ist der Moment, in dem sich entscheidet, ob Einkauf 2026 reagiert oder steuert.

In dieser Ausgabe geht es genau darum:

Was aktuell wirklich zählt im Einkauf und in der Supply Chain – und was du jetzt operativ richtig machen kannst. Kompakt. Praxisnah. Ohne Buzzwords.


Highlight des Monats für den Einkauf

Supply Chain Management: Wie du deine Lieferkette wirklich im Griff behältst

Kaum ein Thema hat Unternehmen in den letzten Jahren so beschäftigt wie das Supply Chain Management. Fehlende Materialien, verspätete Lieferungen oder plötzliche Preissteigerungen haben gezeigt, wie anfällig globale Lieferketten sein können. Was früher im Hintergrund lief, steht heute ganz oben auf der Agenda vieler Unternehmen.

Supply Chain Management bedeutet längst nicht mehr nur Logistik oder Transportplanung. Es geht darum, Abläufe zu verstehen, Abhängigkeiten zu steuern und Risiken frühzeitig zu erkennen. Wer sein Supply Chain Management im Griff hat, bleibt handlungsfähig, selbst dann, wenn es draußen turbulent wird.

In diesem Artikel schauen wir uns an, warum Supply Chain Management so wichtig ist, wo typische Schwachstellen liegen und wie ein Praxisbeispiel zeigt, was eine gut organisierte Lieferkette leisten kann.

Artikelinhalte

Was steckt hinter dem Begriff Supply Chain Management?

Gemeint ist die ganzheitliche Planung, Steuerung und Optimierung aller Prozesse entlang der Lieferkette. Dazu zählen nicht nur der Transport von Waren, sondern ebenso der Einkauf, die Produktionsplanung, die Lagerhaltung sowie der Informations- und Geldfluss zwischen allen Beteiligten. Ziel des Supply Chain Managements ist es, Materialien und Produkte in der richtigen Menge, zur richtigen Zeit, am richtigen Ort und in der passenden Qualität bereitzustellen.

Und das alles effizient, flexibel und möglichst risikofrei. Wenn diese Abläufe sauber ineinandergreifen, läuft vieles im Hintergrund. Fehlt diese Abstimmung, machen sich Störungen sofort bemerkbar, etwa durch Lieferverzögerungen, steigende Kosten oder unzufriedene Kunden.

Warum Supply Chain Management heute so entscheidend ist

Lieferketten sind heute komplexer als je zuvor. Globale Beschaffungsmärkte, spezialisierte Zulieferer und steigender Kostendruck sorgen dafür, dass selbst kleine Störungen große Auswirkungen haben können. Genau hier zeigt sich der Wert eines professionellen Supply Chain Managements.

Typische Herausforderungen sind:

  • lange oder schwankende Lieferzeiten
  • Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten
  • mangelnde Transparenz über Bestände und Verfügbarkeiten
  • kurzfristige Planänderungen in Projekten
  • fehlende Abstimmung zwischen Abteilungen

Ohne ein strukturiertes Supply Chain Management reagieren Unternehmen meist nur noch auf Probleme, statt sie aktiv zu steuern. Mit klaren Prozessen und Verantwortlichkeiten lassen sich Risiken früh erkennen und gezielt abfedern.

Supply Chain Management als verbindendes Element im Unternehmen

Ein häufig unterschätzter Aspekt: Supply Chain Management ist vor allem eine Schnittstellenfunktion. Einkauf, Produktion, Logistik und Vertrieb arbeiten entlang derselben Lieferkette, oft jedoch mit unterschiedlichen Zielen.

Der Einkauf optimiert Preise, die Produktion braucht Planungssicherheit, die Logistik effiziente Abläufe und der Vertrieb verlässliche Liefertermine. Gutes Supply Chain Management sorgt dafür, dass diese Interessen nicht gegeneinander arbeiten, sondern auf ein gemeinsames Ziel ausgerichtet sind: eine stabile, leistungsfähige Lieferkette.

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Was modernes Supply Chain Management auszeichnet

Ein zeitgemäßes Supply Chain Management ist kein starres Regelwerk, sondern ein flexibles System. Es passt sich Marktbedingungen an und wächst mit dem Unternehmen.

Charakteristisch sind:

  • Transparenz über Lieferketten und Bestände
  • realistische Planung von Kapazitäten und Lieferzeiten
  • aktives Risikomanagement
  • vorbereitete Alternativen bei Engpässen
  • enge Zusammenarbeit aller beteiligten Bereiche

Unternehmen, die ihr Supply Chain Management kontinuierlich weiterentwickeln, sind deutlich widerstandsfähiger gegenüber externen Einflüssen.

Praxisbeispiel: Wenn ein Bauteil zur kritischen Schwachstelle wird

Ein mittelständisches Unternehmen aus dem Maschinenbau fertigt kundenspezifische Anlagen für internationale Kunden. Die Projekte sind komplex, viele Komponenten speziell entwickelt. Lange Zeit funktioniert die Lieferkette problemlos.

Dann kommt es zu einem Engpass: Ein elektronisches Steuerungsmodul ist plötzlich nur noch mit einer Lieferzeit von 18 Wochen verfügbar. Ohne dieses Bauteil können mehrere Anlagen nicht ausgeliefert werden.

Die Situation:

  • Produktionspläne müssen kurzfristig umgestellt werden
  • Liefertermine geraten ins Wanken
  • Kunden werden unruhig
  • Einkauf und Technik arbeiten unter hohem Zeitdruck

Das Problem: Das Modul wurde ausschließlich von einem Lieferanten bezogen. Eine klassische Schwachstelle im Supply Chain Management, die im Alltag lange unauffällig blieb.

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Die Lösung: Supply Chain Management neu denken

Nach der ersten Eskalation wird das Supply Chain Management gezielt analysiert und angepasst.

Zunächst werden alle kritischen Komponenten identifiziert und nach Risiko und Austauschbarkeit bewertet. Für zentrale Bauteile beginnt der Einkauf, alternative Lieferanten zu suchen und technisch freizugeben. Parallel stimmen sich Einkauf, Entwicklung und Produktion enger ab, um mögliche Ersatzlösungen zu definieren.

Zusätzlich werden Szenarien entwickelt: Was passiert bei Lieferausfall, Preissteigerung oder Qualitätsproblemen? Diese Fragen werden fest im Supply Chain Management verankert.

Das Ergebnis:

  • Lieferfähigkeit verbessert sich deutlich
  • Produktionsstillstände werden vermieden
  • Kundenprojekte bleiben planbar
  • interne Abstimmungen werden effizienter

Ein gutes Beispiel dafür, wie wirkungsvoll strukturiertes Supply Chain Management sein kann.

Typische Fehler im Supply Chain Management

Auch erfahrene Unternehmen machen immer wieder ähnliche Fehler:

  • zu starker Fokus auf den Einkaufspreis
  • fehlende Alternativlieferanten
  • unklare Verantwortlichkeiten
  • mangelnde Transparenz in der Lieferkette
  • reaktive statt vorausschauende Planung

Diese Stolpersteine lassen sich vermeiden, wenn Supply Chain Management als strategische Aufgabe verstanden wird und nicht nur als operative Notwendigkeit.

Fünf praktische Tipps für besseres Supply Chain Management

  1. Identifiziere kritische Materialien und Komponenten frühzeitig.
  2. Bewerte Lieferanten regelmäßig nach Zuverlässigkeit, nicht nur nach Preis.
  3. Sorge für klare Zuständigkeiten im Supply Chain Management.
  4. Dokumentiere Prozesse, Abhängigkeiten und Risiken.
  5. Ziehe externe Expertise hinzu, wenn interne Ressourcen knapp sind.
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Fazit: Warum Supply Chain Management heute den Unterschied macht

Supply Chain Management ist weit mehr als ein operatives Hilfsmittel. Es bestimmt, wie stabil, flexibel und zuverlässig dein Unternehmen aufgestellt ist. Wer seine Lieferkette aktiv steuert, erkennt Risiken frühzeitig, vermeidet unnötige Engpässe und hält Projekte auch in unsicheren Zeiten planbar.

Ein gut organisiertes Supply Chain Management schafft Transparenz, verbindet Abteilungen und sorgt dafür, dass Entscheidungen ganzheitlich getroffen werden. Das Ergebnis sind verlässlichere Lieferzeiten, bessere Kostenkontrolle und zufriedene Kunden.

Kurz gesagt: Supply Chain Management ist ein zentraler Hebel für Wettbewerbsfähigkeit und nachhaltigen Unternehmenserfolg.

Vielen Dank für deine Aufmerksamkeit und bis zum nächsten Mal,

Kivanc Karakoc

Gründer & Geschäftsführer

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