Lieferantenklassifizierung im Einkauf – warum Gefühl nicht reicht | KKSC

Kivanc Karakoc // März 17  

Viele Unternehmen glauben, sie hätten eine Lieferantenklassifizierung.

In Wirklichkeit haben sie nur ein Gefühl.

„Das ist ein wichtiger Lieferant.“
„Der ist eher unkritisch.“
„Mit dem machen wir viel.“

Aber wenn man genauer fragt:

→ Wer sind eigentlich eure Top-10-Lieferanten nach Volumen?
→ Welche davon liefern A-Teile?
→ Mit welchen führt ihr regelmäßige Entwicklungsgespräche?

Dann wird es plötzlich still.

Lieferantenklassifizierung ist kein theoretisches Konzept.
Es ist die Grundlage für jedes strukturierte Lieferantenmanagement.

Und der Einstieg ist erstaunlich simpel.

Erster Schritt:
Schaut euch eure Kreditorenliste nach Einkaufsvolumen an.

Parallel dazu:
Schaut euch euer Produktportfolio an.

→ Wo beschafft ihr A-Teile?
→ Wo B-Teile?
→ Wo C-Teile?

Dann führt ihr beide Perspektiven zusammen.

Plötzlich wird sichtbar:
Welche Lieferanten wirklich kritisch sind.

Erst danach beginnt die eigentliche Arbeit.
Denn eine Klassifizierung ist nur dann sinnvoll, wenn sie Konsequenzen hat.

Zum Beispiel:

A-Lieferanten
→ regelmäßige Strategie- oder Entwicklungsgespräche
→ klare Verantwortlichkeiten im Unternehmen

B-Lieferanten
→ operative Steuerung und regelmäßige Reviews

C-Lieferanten
→ minimaler Managementaufwand

Ein weiterer Punkt, der oft vergessen wird:

Lieferantenmanagement ist selten nur Einkauf.

Gerade bei Themen wie IT-Lieferanten braucht ihr mehr Perspektiven.
→ Fachbereich
→ Einkauf
→ IT-Sicherheit
→ Datenschutz

Erst dann entsteht wirkliches Partnermanagement.

Und noch ein Gedanke zum Schluss.
Viele Unternehmen glauben, sie brauchen dafür sofort ein großes SRM-Tool.

Meine Erfahrung:
Wenn ihr noch gar nichts habt, fangt einfach an.

Eine Excel-Liste.
Einkaufsvolumen.
Artikelklassifizierung.
Lieferanten.

Mehr braucht es am Anfang nicht.
Lieferantenmanagement beginnt nicht mit einem Tool.

Es beginnt damit, überhaupt zu starten.

Sie wollen mehr zu dem Thema erfahren? Dann buchen Sie gerne einen Termin mit einem unserer Experten. Wir unterstützen Sie gern.

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