KPIs im indirekten Einkauf:
Warum sie den Unterschied machen

Joshua Weißenberger
CONSULTANT & INTERIM MANAGER SUSTAINABILITY & PURCHASING
Praxisbeispiel: Technisches Unternehmen kämpft mit Maverick Buying
Ein mittelständisches Unternehmen aus dem Maschinenbau mit rund 500 Mitarbeitenden stand vor einem Problem, das viele kennen: Der indirekte Einkauf war ein bunter Flickenteppich.
Ausgangslage:
Jede Abteilung bestellte selbstständig, von Werkzeugen über Software bis hin zu Reinigungsdiensten.
Rahmenverträge wurden ignoriert, Mitarbeitende bestellten lieber „mal eben schnell“ bei ihrem Lieblingsanbieter.
Folge: fehlende Transparenz, hohe Prozesskosten und wenig Überblick über die tatsächlich genutzten Lieferanten.
Einführung von KPIs zur Transparenz
Maverick-Buying-Quote (Ziel: unter 10 %)
Durchlaufzeit von Bestellungen
Anzahl aktiver Lieferanten im indirekten Einkauf
Digitalisierung mit E-Procurement-Tool
Alle Bestellungen liefen nun über ein zentrales Tool. Abteilungen konnten ihre Bedarfe schnell eingeben, gleichzeitig hatte der Einkauf volle Transparenz über Mengen und Kosten.Lieferantenkonsolidierung
Statt über 120 verschiedene Lieferanten wurden zentrale Rahmenverträge mit nur 30 Partnern abgeschlossen.Regelmäßiges KPI-Reporting
Monatliche Reports zeigten Abteilungen ihre „Einkaufs-Performance“ auf einen Blick – inklusive Benchmarking, wer besonders gut im Prozess lag.
Besonders auffällig war das Maverick Buying – also Käufe außerhalb der festgelegten Einkaufsprozesse. Bei einer Analyse stellte sich heraus: Rund 35 % aller indirekten Bestellungen liefen am Einkauf vorbei.
Die Lösung:
Das Unternehmen entschied sich, den indirekten Einkauf stärker KPI-basiert zu steuern:

Ergebnisse nach 9 Monaten:




